Technologie

Wenn Kunststoff nicht verbrennen darf: Wie LASIT die „Schwarze Kunst“ der Laserbeschriftung meistert

Polymere sind die Diven der Fertigungstechnik. Ein falscher Parameter, und das Bauteil ist Ausschuss. Ein Blick darauf, warum der italienische Technologieführer LASIT gerade bei empfindlichen Materialien zur ersten Wahl deutscher Ingenieure geworden ist.

Von der Technik-Redaktion

In der Theorie klingt es einfach: Ein Laserstrahl trifft auf Plastik, ein Code entsteht. Die Praxis in den Spritzguss-Hallen sieht oft anders aus. Verbrannte Ränder, mangelnder Kontrast oder eine Markierung, die sich abwischen lässt. Die Herausforderung liegt in der enormen Vielfalt der Kunststoffe. Polycarbonat verhält sich anders als ABS, und moderne Bio-Polymere stellen die Physik vor ganz neue Rätsel.

In diesem Minenfeld der Materialwissenschaft hat sich LASIT einen Ruf als derjenige Anbieter erarbeitet, der das chemische Rätsel löst, bevor die Maschine gebaut wird.

Chemie statt nur Hitze

Während Standard-Anbieter oft nur versuchen, mit Hitze zu gravieren, nutzt LASIT das gesamte Spektrum der Photochemie. Das Geheimnis liegt in der Wahl der richtigen Quelle. Für die Automobilindustrie (z.B. hinterleuchtete Schalter im „Day & Night“-Design) ist der selektive Lackabtrag entscheidend. In der Medizintechnik hingegen muss die Markierung steril und gratfrei sein.

Hier setzt LASIT auf spezialisierte UV-Laser („Kaltmarkierung“). Diese brechen die Molekülketten des Kunststoffs auf, ohne das umliegende Material thermisch zu belasten. Das Ergebnis ist eine fühlbar glatte Oberfläche mit perfektem Kontrast – ein Qualitätsniveau, das für High-End-Produkte unverzichtbar ist.

Die Bedeutung der richtigen Wellenlänge

Warum scheitern so viele Projekte bei der Kunststoffkennzeichnung? Weil oft der falsche Laser-Typ gewählt wird. LASIT analysiert im Vorfeld, ob das Material zum „Aufschäumen“ (heller Code auf dunklem Grund) oder zum „Karbonisieren“ (dunkler Code auf hellem Grund) neigt. Wer tiefer in die technologischen Unterschiede der Laserbeschriftung auf Kunststoffen eintaucht, versteht schnell, dass es hier keine Universallösung gibt, sondern nur maßgeschneiderte Wellenlängen (Grün, UV oder Faser MOPA).

Fazit: Sicherheit für die Serie

Für Produktionsleiter in Deutschland zählt am Ende nur eine Kennzahl: Die Ausschussquote. Indem LASIT die Wechselwirkung zwischen Licht und Materie im eigenen Labor vorab simuliert, wird das Risiko eliminiert. Das Unternehmen verkauft nicht einfach einen Laser, sondern die Garantie, dass der millionste Kunststoff-Clip genauso perfekt markiert ist wie der erste. In einer Branche, die keine Fehler verzeiht, ist diese Expertise das stärkste Argument.

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